Die Staatliche Meteorologische Agentur (AEMET) hat am Samstag, den 10. Mai, bekanntgegeben, dass sämtliche aktiven Warnmeldungen für widrige Wetterbedingungen auf den Kanarischen Inseln aufgehoben wurden. Diese Mitteilung bringt eine spürbare Erleichterung nach mehreren Tagen unbeständigen Wetters, in denen eine atlantische Tiefdruckfront über das Archipel zog und mit sich Regenfälle, stürmische Böen und örtlich begrenzte Gewitter brachte.
Regionalregierung hält an Vorwarnstatus fest
Trotz der offiziellen Entwarnung hat die kanarische Regionalregierung entschieden, den Vorwarnstatus für die Provinz Santa Cruz de Tenerife sowie die Insel Gran Canaria weiterhin aufrechtzuerhalten. Diese präventive Massnahme bleibt vorerst bestehen, da die meteorologische Lage weiterhin als potenziell instabil eingeschätzt wird. Die Behörden beobachten die Entwicklung der Wettersituation aufmerksam und betonen, dass Vorsicht angebracht bleibt, vor allem in empfindlichen Regionen wie Höhenlagen oder offenen Küstenbereichen.
Wettervorhersage für Sonntag, 11. Mai

Laut der neuesten Prognose der AEMET erwartet die Inselgruppe auch am Sonntag ein regional unterschiedlich ausgeprägtes Wetterbild:
- Nördliche Hänge der Hauptinseln (z. B. Teneriffa, La Palma, Gran Canaria): Dort wird der Vormittag überwiegend wolkenverhangen sein, mit vereinzelten, leichten Regenschauern – insbesondere in den frühen Morgenstunden. Im Tagesverlauf ist mit einer Wetterbesserung zu rechnen; vielerorts lockert die Bewölkung auf.
- Östliche Inseln (Lanzarote und Fuerteventura) sowie Süd- und Westlagen anderer Inseln: Diese Gebiete profitieren von wechselnder Bewölkung mit längeren sonnigen Phasen. Regen wird dort nicht erwartet.
Die Temperaturen bleiben vergleichsweise konstant: milde Nächte und für die Jahreszeit eher zurückhaltende Tageshöchstwerte. Der Wind weht meist mässig aus nordwestlicher Richtung, kann jedoch an exponierten Stellen – insbesondere in höheren Lagen und an den Küsten – auffrischen. In den Morgenstunden ist lokal mit kräftigen Böen zu rechnen.
Auf See ist weiterhin mit rauerem Wellengang zu rechnen, was vor allem kleinen Booten und Personen im küstennahen Wasserbereich zur Vorsicht geraten lässt.
Was bedeutet „Vorwarnung“?
Ein Vorwarnstatus stellt keine akute Gefahrenlage dar, ist jedoch eine offizielle Einstufung, die bei einem moderaten Risiko für ungünstige Wetterentwicklungen ausgegeben wird. Sie dient dazu, die Einsatzkräfte frühzeitig zu mobilisieren und präventive Sicherheitsmassnahmen einzuleiten.
Im aktuellen Fall beruht die Vorwarnung auf der Kombination aus jüngsten Regenfällen, starkem Wind und hoher See – besonders risikobehaftet in mittleren Höhenlagen und an ungeschützten Küstenstreifen.
Verhaltensempfehlungen der Behörden

Solange die Vorwarnung gilt, rät die Regionalregierung der Kanarischen Inseln zu erhöhter Umsicht und gibt folgende Hinweise:
- Vermeiden Sie nicht unbedingt notwendige Fahrten durch Berggebiete, Schluchten oder abgelegene Landstrassen.
- Meiden Sie felsige oder offene Küstenzonen mit starkem Wellengang.
- Sichern Sie lose Gegenstände auf Terrassen, Balkonen oder Dächern.
- Informieren Sie sich laufend über die offiziellen Kanäle von AEMET und Zivilschutz.
Die Behörden weisen zudem darauf hin, dass gerade die Übergangszeiten Frühling und Herbst auf den Kanaren für plötzliche Wetterumschwünge bekannt sind, oftmals bedingt durch atlantische Wettereinflüsse.
Ausblick auf Montag, 12. Mai
Für Montag rechnet die AEMET weiterhin mit einer instabilen Wetterlage über dem Archipel:
- Nachts und am frühen Morgen: In den nördlichen Hochlagen der gebirgigen Inseln ist mit dichterer Bewölkung zu rechnen.
- Tagsüber: Wolkenbildung verlagert sich in die südlichen und östlichen Hanglagen sowie ins Inselinnere. Leichte, vereinzelte Regenfälle sind möglich, vor allem im gebirgigen Terrain.
Die Temperaturen zeigen kaum Veränderungen gegenüber dem Vortag – milde Tiefstwerte und mässig warme Tageshöchstwerte bleiben bestehen. Winde wehen meist schwach bis mässig aus nördlicher Richtung, können sich jedoch im Tagesverlauf verstärken. In höheren Regionen – insbesondere auf Teneriffa und La Palma – ist mit teils starken Westböen zu rechnen.
Diese anhaltende meteorologische Unsicherheit ist typisch für den Mai. Die Bevölkerung sowie Urlauber werden dazu angehalten, sich weiterhin über vertrauenswürdige Quellen wie AEMET oder lokale Behörden zu informieren und ihre Freizeitaktivitäten flexibel und wetterangepasst zu gestalten.






