Der Mietmarkt auf den Kanarischen Inseln erlebt weiterhin einen deutlichen Preisanstieg, der durch eine starke Nachfrage und ein begrenztes Angebot an verfügbaren Immobilien angetrieben wird. Laut dem neuesten Bericht des Immobilienindex von Fotocasa stiegen die Mietpreise in der Region im Februar 2025 um 3,6 % im Monatsvergleich und verzeichneten einen jährlichen Anstieg von 11,9 %. Dies bedeutet, dass die durchschnittlichen Mietkosten nun 14,45 Euro pro Quadratmeter und Monat betragen.
Regionale Preisentwicklung
Die Mietpreisentwicklung unterscheidet sich je nach Provinz:
- Las Palmas: Hier stiegen die Mietpreise um 13,3 % auf 14,86 Euro/m² pro Monat.
- Santa Cruz de Tenerife: Die Preise erhöhten sich um 10,7 % auf 14,02 Euro/m² pro Monat.
Über die vergangenen zwölf Monate hinweg setzte sich der Preisanstieg kontinuierlich fort: Im Februar 2024 lag der Durchschnittspreis noch bei 12,91 Euro/m², während er nun 14,45 Euro/m² erreicht hat. Zudem hat sich die jährliche Preisveränderung von 10,8 % im Februar 2024 auf 11,9 % im Februar 2025 verstärkt.
Marktfaktoren und steigende Nachfrage

„Die Mietpreise steigen weiterhin im zweistelligen Bereich, was einen sehr deutlichen Aufwärtstrend widerspiegelt, der mit dem Immobilienboom von 2007 vergleichbar ist“, erklärt María Matos, Studienleiterin und Sprecherin von Fotocasa. Allerdings gibt es einen entscheidenden Unterschied: Während die Preissteigerungen damals spekulativ bedingt waren, wird die aktuelle Inflation hauptsächlich durch eine rekordhohe Mietnachfrage bei gleichzeitig extrem begrenztem Angebot verursacht. Dieses Ungleichgewicht setzt den Mietmarkt weiterhin unter Druck und treibt die Preise weiter nach oben.
Mietpreisentwicklung in ganz Spanien
Nicht nur auf den Kanaren, sondern in fast allen autonomen Gemeinschaften Spaniens steigen die Mietpreise rapide. 17 von 19 autonomen Regionen verzeichneten im Februar 2025 einen Anstieg der Mietpreise im Jahresvergleich, wobei mehrere Regionen zweistellige Zuwächse aufwiesen:
- Aragón: 15,3 %
- Madrid: 14,6 %
- Asturien: 13,8 %
- Región de Murcia: 13,6 %
- La Rioja: 12,6 %
- Katalonien: 12,5 %
- Navarra: 12,4 %
- Kanarische Inseln: 11,9 %
- Comunitat Valenciana: 10,2 %
- Andalusien: 10,0 %
Weitere Regionen wie Kastilien-La Mancha, Galicien und das Baskenland verzeichneten ebenfalls signifikante Anstiege zwischen 6,6 % und 9,6 %.
Die teuersten Regionen für Mietwohnungen in Spanien

Spanienweit gibt es vier autonome Gemeinschaften, in denen die Mietpreise die 15-Euro-pro-Quadratmeter-Grenze überschritten haben, was sie zu den teuersten Regionen des Landes macht:
- Madrid: 20,96 Euro/m² pro Monat
- Katalonien: 18,50 Euro/m² pro Monat
- Balearen: 18,34 Euro/m² pro Monat
- Baskenland: 16,62 Euro/m² pro Monat
Ausblick: Herausforderung für Mieter und Eigentümer
Angesichts der anhaltenden Preissteigerungen auf den Kanarischen Inseln werden Fragen zur Erschwinglichkeit von Wohnraum immer drängender. Die steigende Nachfrage nach Mietwohnungen trifft auf ein immer knapperes Angebot, was den Wettbewerb weiter verschärft. Während Mieter mit zunehmenden finanziellen Belastungen konfrontiert sind, müssen auch Eigentümer die sich wandelnden Marktbedingungen und regulatorischen Maßnahmen im Auge behalten.
Da sich der Markt weiter entwickelt, bleibt abzuwarten, ob politische Maßnahmen oder neue Wohnbauprojekte dazu beitragen können, den Druck auf die Mietpreise zu verringern und den Markt langfristig zu stabilisieren.






