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Neue Maßnahmen zur Reduzierung des Verkehrsstaues auf Teneriffa: Wer ist betroffen?

In der ersten Jahreshälfte werden Maßnahmen zur Verbesserung des Verkehrsflusses auf den Autobahnen Teneriffas umgesetzt.

Der Inselrat von Teneriffa unternimmt energische Schritte, um die Herausforderungen der Verkehrsüberlastung auf den Hauptarterien der Insel anzugehen. Durch die Entwicklung und Implementierung eines umfassenden Maßnahmenpakets zielt der Rat darauf ab, die Verkehrssituation deutlich zu verbessern. Im Fokus dieser Initiative steht die Aufwertung des öffentlichen Nahverkehrs, mit dem Ziel, bis zur ersten Jahreshälfte 2024 spürbare Veränderungen herbeizuführen.

Eulalia García, die für Mobilität zuständige Stadträtin, unterstreicht die Dringlichkeit, in zwei Schlüsselbereichen zu handeln: Erstens die Auflösung von kurzfristigen Engpässen, die komplexe Verwaltungsprozesse erfordern, und zweitens die Einführung von unterstützenden Maßnahmen. Sie macht deutlich, dass es nicht darum geht, den Gebrauch privater Fahrzeuge zu unterbinden, sondern deren Nutzung effizienter zu gestalten und Fahrgemeinschaften zu fördern. Eine starke öffentliche Verkehrsinfrastruktur ist für das Erreichen dieses Ziels unerlässlich.

Eine Schlüsselinitiative für das erste Halbjahr 2024 ist die Implementierung von bedarfsgesteuerten Verkehrsdiensten in Regionen, die bisher nur eingeschränkt und sporadisch durch den Busverkehr erschlossen sind. Los Realejos und Candelaria stehen dabei an der Spitze der Gemeinden, die von diesem neuen Angebot profitieren sollen, wobei zahlreiche weitere Gemeinden bereits Interesse an einer Teilnahme signalisiert haben.

Neue Maßnahmen zur Reduzierung des Verkehrsstaues auf Teneriffa: Wer ist betroffen?

Ebenso beabsichtigt der Inselrat, den Shuttle-Service zur Universität La Laguna auszubauen und dabei insbesondere das Angebot in den südlichen Teil Teneriffas zu erweitern. Die Realisierung dieses Vorhabens hängt allerdings von der Beschaffung zusätzlicher Fahrzeuge und Fahrpersonal ab.

Ein weiterer Punkt des Aktionsplans ist die Anpassung der Stundenpläne, um die Vorlesungszeiten nach dem Modell der Universität Las Palmas de Gran Canaria zu verschieben. Das Bildungsministerium erwägt zudem eine Neustrukturierung des Schülertransports, um Eltern zu entlasten, vor allem jene, deren Kinder öffentliche Schulen besuchen und bei denen die Transportkosten nicht gedeckt sind.

Neben der Verkehrsthematik engagiert sich der Inselrat auch für die Verbesserung der gesundheitlichen Versorgungsstrukturen auf Teneriffa. Während im Hospital del Sur bereits Fortschritte erzielt wurden, bestehen im Hospital del Norte weiterhin Herausforderungen. Viele Bewohner sind gezwungen, für medizinische Dienstleistungen frühmorgens lange Wege zum Hospital Universitario de Canarias zurückzulegen. Es laufen Bemühungen, die Angebote dieser Krankenhäuser zu erweitern und so den gesundheitlichen Bedürfnissen der Bevölkerung besser gerecht zu werden.

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