wirtschaft

Die Kanarischen Inseln werden zunehmend attraktiver für digitale Nomaden

Spanien plant Verbesserungen für ausländische Fernarbeitnehmer, auch als digitale Nomaden bekannt.

In Spanien gewinnen die rechtlichen Rahmenbedingungen für grenzüberschreitende Fernarbeit, auch als digitales Nomadentum bekannt, an Bedeutung und werden allmählich konkretisiert. Dieser aufstrebende Trend, vor allem bei jungen Fachkräften aus den nordischen Ländern, sei es als Freiberufler oder Angestellte, hat Spanien als eines der bevorzugten Ziele für digitale Nomaden etabliert. Die Spanische Regierung hat Schritte unternommen, um diese Form der Telearbeit zu regulieren und Missbrauch zu verhindern.

Letzten Sommer unterzeichnete Spanien das Europäische Rahmenabkommen, das EU-Vorschriften für grenzüberschreitende Telearbeit weiterentwickelt und bessere Arbeitsbedingungen für Telearbeitnehmer aus anderen EU-Ländern schafft, die von Spanien aus für Unternehmen in anderen EU-Mitgliedstaaten arbeiten.

Zusätzlich dazu führte die Sozialversicherungsabteilung flexible Kriterien ein, die gelten, wenn Fernarbeitnehmer in einem anderen EU-Mitgliedstaat zeitlich begrenzte Arbeiten außerhalb ihres üblichen Dienstes durchführen. In solchen Fällen unterliegen sie weiterhin den Rechtsvorschriften ihres Heimatlandes.

BESSERE BEDINGUNGEN FÜR DIGITALE NOMADEN

Die Kanarischen Inseln werden zunehmend attraktiver für digitale Nomaden.

Diese Änderungen sind besonders für ausländische Fernarbeitnehmer von Vorteil und schaffen ein transparenteres und sichereres Umfeld für Telearbeitsvereinbarungen. Trotzdem werden weitere gesetzliche Fortschritte benötigt, um den Bedürfnissen und Anforderungen der Fernarbeiter in Spanien besser gerecht zu werden.

Die Einführung von Visa für digitale Nomaden gemäß dem Startup-Gesetz, das Ende des letzten Jahres verabschiedet wurde, sollte den Prozess für Drittstaatsangehörige vereinfachen, die in Spanien Telearbeit leisten möchten. Obwohl diese Maßnahme bereits über 800 Arbeitsvisa für digitale Nomaden angezogen hat, bleibt ihre Auswirkung begrenzt. Die meisten Visa-Anträge stammen bisher von russischen Fernarbeitnehmern, was auf geopolitische Faktoren zurückzuführen sein könnte.

Die Präsenz von Fernarbeitern in Spanien wirft auch Fragen nach potenziellem «Sozialdumping» auf. Derzeit gibt es keine genauen Statistiken zur quantitativen Erfassung dieser Arbeitsbewegung, was es schwierig macht, ihre Auswirkungen auf den Immobilienmarkt und die lokale Bevölkerung zu bewerten. In einigen Regionen wie den Kanarischen Inseln und der Costa del Sol wurden Kampagnen gestartet, um digitale Nomaden anzuziehen. Diese könnten jedoch den Wohnungsmarkt beeinflussen, wenn die einheimische Bevölkerung nicht mit den finanziellen Ressourcen der digitalen Nomaden konkurrieren kann. Dies könnte zu sozialen Ungleichheiten und Problemen auf dem Immobilienmarkt führen.

Scroll al inicio