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Die Kanaren: Welche der paradiesischen Inseln im Atlantik ist zu wählen?

Da der große Inselfeiertag, der Tag der Kanaren am 30. Mai, näher rückt, ist es ein guter Zeitpunkt, diesem einzigartigen Urlaubsparadies Anerkennung zu schenken und einen Blick darauf zu werfen, was die acht Inseln so einzigartig macht.

Weitläufige Traumstrände, tiefe, uralte Wälder und himmelhohe Vulkane: Die Kanaren, die paradiesischen Inseln im Atlantik, begeistern mit einer Fülle an natürlicher Schönheit. Der Archipel gilt als eine der Regionen mit dem klarsten Himmel, dem saubersten Wasser und dem angenehmsten Klima weltweit und ist daher bei Reisenden rund um den Globus beliebt. Zum Nationalfeiertag der Inseln, dem Tag der Kanarischen Inseln am 30. Mai, ist es Zeit, dieses einzigartige Urlaubsparadies zu würdigen und einen Blick darauf zu werfen, was die insgesamt acht Inseln so einzigartig macht:

Teneriffa

Die größte Insel der Kanaren verspricht Urlaubgenuss für Jung und Alt. Baden, Wandern, Wassersport, Sightseeing –auf Teneriffa lässt sich alles bestens miteinander kombinieren. Das Landschaftsbild der Insel präsentiert sich vielfältig: Beeindruckende Steilküsten und Gebirgsmassive inklusive Spaniens höchstem Berg, dem Pico el Teide, wunderschöne Strände, üppige und blühende Vegetationszonen sowie Obst- und Gemüseplantagen im Hochland machen Teneriffa zu einem Erlebnis für alle Sinne. Ein besonderes Highlight ist eine Wanderung durch das Anaga-Massiv im Nordosten der Insel – das Gebirge ist eines der sieben ausgewiesenen Biosphärenreservate der Kanaren und beheimatet in seinen dichten Lorbeerwäldern zahlreiche Arten, die überall sonst auf der Welt ausgestorben sind.

Nicht weniger sehenswert ist der malerische Strand Playa de la Tejita, der sich direkt neben dem majestätischen Vulkankegel Montaña Roja auf rund einem Kilometer Länge erstreckt und mit schwarzem Sand zu verzaubern weiß. Bezaubernde historische Städtchen wie San Cristobal de La Laguna oder La Orotava runden das Reisevergnügen auf Teneriffa ab.

Gran Canaria

Gran Canaria ist aufgrund seiner abwechslungsreichen geographischen Beschaffenheit auch als „Miniatur-Kontinent“ bekannt. Die Insel glänzt mit unzähligen Sonnenstunden, pulsierendem Nachtleben und grandioser Natur. Massive Felswände, Trockentäler, wüstenartige Gebiete, weite Sandstrände, hohe Dünen und Pflanzen aus Europa, Amerika und Afrika wechseln sich harmonisch ab. Ein echter Hingucker ist der alte Leuchtturm von Maspalomas, der den Schiffen vor der Küste der Insel bereits seit 1890 den Weg weist. Auch die nahegelegenen Dünen von Maspalomas mit ihrem sieben Kilometer langen, goldenen Sandstrand sind immer einen Besuch wert.

Der Playa de las Canteras inmitten der Hauptstadt Las Palmas de Gran Canaria gilt als einer der schönsten Stadtstrände Europas. Im Tamabada Natural Park erwartet die Urlauber eine Reihe aussichtsreicher Wanderwege, auf denen die ganze Kraft der Natur spürbar wird. Im Herzen der Insel schließlich lockt mit dem Roque Nublo ein beeindruckender vulkanischer Monolith, der sehr einfach zu erklimmen ist und einen traumhaften Blick auf die imposante Umgebung freigibt.

Lanzarote

Wer auf Lanzarote landet, fühlt sich in eine andere Welt versetzt. Die vulkanische Ursprünglichkeit des Eilands zeigt sich in atemberaubenden Mond- und Kraterlandschaften; schwarzes Lavagestein und Asche bilden einen herrlichen Kontrast zu den weißen Häusern und dem tiefblauen Meer vor der Küste. Lanzarote wurde bereits vor einiger Zeit als erste Region weltweit mit dem Biosphere Responsible Tourism Zertifikat ausgezeichnet. Einer der schönsten Strände der Insel und vielleicht sogar des gesamten Archipels ist der Playa de Papagayo im Süden. Der größtenteils naturbelassene Strand besteht aus Kieseln und Sand – das Meer ist türkisfarben und kristallklar.

Außerdem lohnt der Timanfaya Nationalpark, in dem die ganze vulkanische Schönheit Lanzarotes deutlich wird, ebenso wie die so bizarren Vulkanhöhlen Jameos del Agua und Cueva de los Verdes. Das Naturschutzgebiet La Geria im Zentrum der Insel ist eine einzigartige Vulkanlandschaft und zugleich das größte Weinanbaugebiet der Kanarischen Inseln.

Fuerteventura

Strand, Sonne, Meer, Wellen – Fuerteventura ist nicht nur die älteste Kanareninsel, sondern gilt auch als das Badeparadies des Archipels. Die vergleichsweise flache Landschaft besteht größtenteils aus kilometerlangen, weiten Sandstränden, von denen viele karibischen Charme versprühen. Außerdem gehört die Insel zu den gefragtesten Surfspots der Kanaren und auch Taucher schätzen das Eiland vor allem wegen der zahlreichen, der Küste vorgelagerten unterirdischen Höhlensysteme. Im Norden der Insel lockt der Ferienort Corralejo mit einem bunten Nachtleben, zahlreichen Restaurants und dem Dünengebiet El Jable im wunderschönen Naturpark Parque Natrual de Corralejo.

Nur zwei Kilometern vor der Küste bei Corralejo befindet sich die sehenswerte Insel Lobos, die täglich mit Schiffen angefahren wird. Das wohl schönste Dorf der Insel finden Urlauber in Betancuria. Die verschlafene Gemeinde ist sowohl der kleinste, als auch der historisch bedeutsamste Ort auf Fuerteventura. Für alle angehenden Astronomen und die, die es werden wollen, lohnt ein Besuch des Aussichtspunktes Sicasumbre. Von hier aus eröffnet sich nachts ein sagenhafter Ausblick in die Weiten des Weltalls – nicht umsonst ist der Ort offiziell als „Astronomical Viewpoint“ deklariert.

La Palma

Nicht erst seit dem Vulkanausbruch des Cumbre Vieje im vergangenen Jahr ist La Palma in aller Munde. Die Insel macht ihrem Namen alle Ehre und ist vor allem eins: Herrlich grün! Das Eiland ist ideal für alle Urlauber, die einige ruhige Tage einem wunderschönen Naturidyll verbringen und auf einem dichten Netz gut ausgebauter Wanderwege die Wälder, Schluchten und Ausblicke aufs Meer bestaunen wollen. Der Nationalpark Caldera de Taburiente, im Zentrum von La Palma gelegen, ist die größte Attraktion der Insel.

Als Biosphärenreservat katalogisiert, birgt der Park einen natürlichen Schatz an geologischer und biologischer Vielfalt. Darüber hinaus verfügt La Palma über insgesamt 19 geschützte Naturräume und ein Marinereservat. Mit dem Los Tilos liegt außerdem einer der wichtigsten Lorbeerwälder der Welt auf der Insel.

La Gomera

La Gomera ist ein exotisches Paradies abseits des Massentourismus und galt früher als Aussteiger- und Hippie-Hochburg. Entsprechend unberührt zeigt sich die Insel auch ihren Besuchern. Statt riesiger Hotelburgen verteilen sich auf La Gomera kleine Ferienhäuser und Fincas über die ganze Insel, die sich in üppige Wälder, farbenfrohe Gärten weite Palmenhaine schmiegen. Neben einer Handvoll Strände in den Badeorten gibt es rund um die Insel, versteckte, menschenleere Buchten, die nur zu Fuß erreichbar sind. Eines der Highlights auf La Gomera ist der Garajonay Nationalpark.

Mit seinem einzigartigen Ökosystem beeindruckt der immergrüne Nebelwald im geschützten Inselinneren von La Gomera als ein Überrest der subtropischen Wälder, die im Tertiär den Mittelmeerraum bedeckten. Wer sich stattdessen lieber von alten Mythen verzaubern lässt, sucht die Quelle Chorros de Epina auf. Der Ort ist im Sommer ein beliebtes Ausflugsziel der Einheimischen und verspricht allen, die von dem Wasser aus der Quelle trinken, die ewige Liebe. Nicht zuletzt ist La Gomera auch ein Ort von historischer Bedeutung: Vom Hafen in San Sebastián de La Gomera aus segelte Christopher Kolumbus im Jahre 1492 nach Amerika.

El Hierro

El Hierro, die zweitkleinste der Kanarischen Inseln, ist bis heute größtenteils vom Massentourismus verschont geblieben. Große Hotels gibt es nicht, stattdessen nächtigen Besucher in kleinen Casas oder Villen, meist mit traumhaftem Blick aufs Meer. Die wenigen naturbelassenen Kies- und Sandstrände sind ein echter Hingucker, eingerahmt von beeindruckenden vulkanischen Felsformationen, mit buntem Sand oder Naturschwimmbecken. Der wohl bekannteste Naturpool auf El Hierro ist der Charco Azul – ein Sightseeing-Muss für alle Inselbesucher.

Das Tal von El Golfo präsentiert sich nicht minder beeindruckend. Die imposante Umgebung entstand vor Tausenden von Jahren und verspricht ein unvergleichliches Panorama. Für alle Wanderbegeisterte empfiehlt sich eine Tour auf dem historischen, drei Kilometer langen Camino de Jinama, vorbei an dichtem Lorbeerwald und duftenden Kanarischen Kiefern.

La Graciosa

La Graciosa wurde erst 2018 offiziell als achte Insel des Kanarischen Archipels anerkannt. Das paradiesische Eiland nördlich von Lanzarote ist mit einer Fläche von knapp 30 Quadratkilometern und rund 700 dauerhaften Bewohnern die kleinste Insel der Kanaren. La Graciosa ist einer der wenigen Orte in Europa, an dem es noch keine asphaltierten Straßen gibt – dementsprechend idyllisch und ruhig präsentiert sich die Insel. Das Eiland befindet sich inmitten des Meeresschutzgebietes des Chinijo-Archipels.

Mit 70.700 Hektar ist dies das größte Meeresschutzgebiet Europas und ein Gebiet von außergewöhnlichem landschaftlichem Wert. Am besten erkunden Urlauber die Insel mit dem Fahrrad. Unterwegs laden traumhafte Strände mit klangvollen Namen wie El Salado, La Francesca und La Cocina zum Verweilen und Baden ein.

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